4 Essentielle Vitamine zur Behandlung von Polyneuropathie

Behandlungsmöglichkeiten für Polyneuropathie gibt es wie Sand am Meer. Jedoch braucht es Zeit, die richtige Methode zu finden, welche dir hilft.

Medikamente sind einer der Hauptpfeiler zur Behandlung von Neuropathie. Jedoch lässt sich auch mit Nahrungsergänzungsmitteln erstaunlich viel erreichen.

Der Punkt ist: Polyneuropathie hat viele verschiedene Ursachen. Was auf zellulärer Ebene passiert, unterscheidet sich zwischen verschiedenen Menschen. Entsprechend gibt es eine große Varianz bei den Behandlungsmethoden. Was für dich gut funktioniert, wird bei einer anderen Person nicht anschlagen.


Warum Nahrungsergänzungsmittel bei der Behandlung von Polyneuropathie Sinn machen

Einige Vitamine sind grundlegend für gesunde Nerven.

Es gibt viele Fälle von Polyneuropathie, die einzig und alleine durch Vitaminmangel hervorgerufen werden. Zwar können Medikamente bei den Symptomen helfen. Solange der Auslöser aber nicht beseitigt ist, werden die Schäden an den Nerven jedoch weiter schlimmer. 


Schlechte Aufnahme von Vitaminen

Vitaminmangel kann offensichtlich dadurch entstehen, dass man nicht genug Lebensmittel mit den richtigen Vitaminen isst.

Jedoch ist das mittlerweile nur noch selten der Fall. Heutzutage haben wir in Deutschland Zugang zu so vielen verschiedenen Lebensmitteln, dass Mangelernährung selten ist. Früher kam das noch häufiger vor, da viele Menschen sich nur sehr einseitig von Brot oder Kartoffeln ernährt haben.

Jedoch gibt es noch eine andere Möglichkeit, wie ein Vitaminmangel entstehen kann: wenn Vitamine nicht richtig absorbiert werden.

Ältere Menschen sind davon besonders oft betroffen. Je älter wir werden, desto schlechter nimmt unser Körper Vitamine und Mineralstoffe auf.

Aber auch junge Menschen sind von schlechter Absorption betroffen. Chronische Darmerkrankungen, ausgelöst durch Entzündungen, Unverträglichkeiten und schlechter Ernährung sind der Grund.

Nur ein kleiner Teil der Betroffenen weiß, dass er ein Problem im Darm hat.

Nur selten bekommt man klare Symptome wie Durchfall und Co. Meist sinkt einfach nur die Fähigkeit, Nahrungsmittel effizient zu verdauen. Das Resultat können allgemeine Symptome wie Vitamindefizite sein, die dann zu weiteren Krankheiten wie Neuropathie führen.

Übrigens: Die Vitaminaufnahme ist keine Frage von ganz oder gar nicht. Selbst wenn die Verdauung Probleme macht, nimmt der Körper in aller Regel immer noch einen Teil der Vitamine auf. Nur die Effizienz der Aufnahme ist verringert.

Es dauert eine Weile, bis sich Vitamindefizite bemerkbar machen. Unser Körper hat von den meisten Vitaminen körperinterne Speicher. Kommen jedoch zu wenige Vitamine nach, so werden die Speicher mit der Zeit aufgebraucht und die Symptome von Vitaminmangel, wie Polyneuropathie, werden deutlich.

Das fiese ist, dass so ein Vitaminmangel ein Teufelskreis ist. Wenn nicht genug Vitamine da sind, so beeinträchtigt das auch die Darmgesundheit negativ, wodurch die Vitaminaufnahme weiter verschlechtert wird.

Vitamine sind nur ein Auslöser für Polyneuropathie. Es gibt viele weitere. Da ein Vitaminmangel jedoch relativ simpel abgestellt werden kann, solltest du das auch tun. Es ist eine schlechte Idee, bereits eine Polyneuropathie zu haben und gleichzeitig einen Mangel an für die Nerven wichtigen Vitaminen.


Vitamin B12

Vitamin B12 Mangel ist einer der häufigsten Auslöser für Polyneuropathie.

Das Vitamin ist essentiell für die Gesundheit unserer Nerven. Gleichzeitig kommt es oft zu Problemen bei der Aufnahme. Nervenschäden sind dann nur eine Frage der Zeit.


Nur in tierischen Produkten vorhanden

Vitamin B12 kommt nur in tierischen Produkten in ausreichender Menge vor, besonders in Fleisch und Eiern. In geringeren Mengen auch in Milchprodukten.

Das ist der Grund, warum Veganer mit der Zeit immer einen B12 Mangel entwickeln, da sie keine tierischen Produkte zu sich nehmen. Vegetarier sind ebenfalls manchmal betroffen, wenn die Menge an verzehrten tierischen Produkten nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Veganer sollten unbedingt ein B12-Präparat einnehmen. Für Vegetarier kann es sich ebenfalls lohnen.[1]


Intrinsic Factor

Ein anderer Grund für B12 Mangel ist eine seltene Autoimmunerkrankung im Magen. Bei ihr fehlen dem Körper wichtige Proteine zur Aufnahme von B12, der sogenannte Intrinsic-Factor, ohne den B12 nicht aufgenommen werden kann. Die Diagnose erfolgt über eine Magenspiegelung und Entnahme von Proben, die im Labor untersucht werden.[2]


Magensäureblocker verursachen B12-Mangel

Für die Aufnahme von B12 ist Magensäure notwendig.

Viele Menschen nehmen gegen Sodbrennen magensäurereduzierende Medikamente ein, sogenannte Protonenpumpenhemmer. Für wenige Monate ist das kein Problem. Bei Dauertherapie ist aber ein B12-Mangel die Folge.


Ältere Menschen besonders oft von B12-Mangel betroffen

Ein hohes Lebensalter ist ein anderer wichtiger Grund für B12-Mangel. Das hat ebenfalls mit Magensäure zu tun. Je älter wir werden, desto weniger Säure schüttet unser Magen aus, weswegen weniger B12 aufgenommen wird. 10 – 15 % der Menschen über 60 haben dadurch einen B12-Mangel. [3]


B12-Mängel entwickeln sich über längere Zeit

Der Körper kann Vitamin B12 sehr gut speichern. B12-Mängel brauchen daher meist Monate bis Jahre, bis sich Symptome zeigen. Dummerweise sind Schäden durch B12-Mangel in der Regel permanent. Man muss daher den Mangel beheben, bevor die Nerven beschädigt werden.

Selbst wenn die Absorptionsfähigkeit des Körpers reduziert ist: Es handelt sich immer nur um eine prozentuale Reduktion. Man kann also einen Mangel ausgleichen, indem man einfach mehr B12 konsumiert. Das Präparat, was ich empfehle, kann man sogar unter der Zunge zergehen lassen, wodurch ein Teil des Vitamin B12 direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Selbst bei Verdauungsproblemen kann man einen B12-Mangel so behandeln.

Vitamin B12 gibt es in verschiedenen Vorformen, die dann vom Körper in B12 umgewandelt werden. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel enthalten die B12-Vorform Cyanocobalamin. Es ist zwar billig, wird leider aber kaum vom Körper aufgenommen. Genauso gut kannst du dein Geld das Klo runterspülen. Besser geeignet sind Methylcobalamin, Hydroxocobalamin und Adenosylcobalamin. [4]

Meine Empfehlung: Vitamin B12 Methylcobalamin 1000 mcg von Nu U

Eine Tablette am Tag unter der Zunge zergehen lassen. So wird ein Teil direkt über die Mundschleimhaut ins Blut aufgenommen.


Vitamin B1

Vitamin B1-Mängel kamen früher häufig vor, sind mittlerweile durch bessere Ernährungsstandards aber selten.

In der Regel ist keine zusätzliche Einnahme nötig, sofern kein Defizit bekannt ist. Beispiele für gute Vitamin B1-Quellen: Getreide, Schweinefleisch und Nüsse.

Meine Empfehlung: In der Regel keine Einnahme während der Behandlung nötig. Bei Bedarf empfehle ich Vitamin B1 von Greenfood.


Vitamin B6

Vitamin B6 ist paradox in der Hinsicht, dass sowohl zu viel als auch zu wenig Polyneuropathie hervorrufen kann.

Ein Mangel ist heute selten. Vitamin B6 ist besonders in Früchten, Gemüse und Fleisch enthalten.

Eine Überdosis bekommt man nur hin, indem man konzentrierte Vitaminpräparate in deutlich zu hohen Dosen einnimmt. Man müsste über 6 Monate hinweg 200mg pro Tag an Vitamin B6 aufnehmen, um eine Neuropathie zu erzeugen. Das wären beispielsweise 10 Tabletten am Tag des Präparats, das ich unten empfehle, anstatt der empfohlenen einzelnen Tablette – und zwar über ein halbes Jahr hinweg.

Meine Empfehlung: in der Regel keine extra Einnahme nötig.

Bei Bedarf mit einer Kapsel Vitamin B6 (Pyridoxin) von Greenfood am Tag die Therapie deiner Polyneuropathie ergänzen.


Vitamin E

Vitamin E ist fettlöslich.

Das bedeutet, es wird nur aufgenommen, wenn Fett im Darm korrekt aufgenommen wird. Bei vielen Darmerkrankungen ist das ein Problem, wie bei Morbus Chron.

Ein Zeichen für eine schlechte Fettaufnahme ist ein Fettstuhl.

Vitamin E hat den weiteren Vorteil, dass es einen antioxidierenden Effekt hat. Die Forschung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass die meisten Fälle von Polyneuropathie mit oxidativem Stress zusammenhängen, besonders diabetische Polyneuropathie. Vitamin E kann dem entgegensteuern. So kann Vitamin E vor neuropathischen Schäden schützen und den Nerven die Chance zum Heilen geben.

Meine Empfehlung: Vitamin E, 400 iE von Greenfood